Sport als Medizin

Wer Sport betreibt, der stillt nicht nur seine ureigenen Bedürfnisse, wie zum Beispiel den Konkurrenzkampf mit anderen Menschen, oder das stärken seines Körpers, um Fit zu bleiben. Selbst das Betreiben von Sport, um Gewicht zu verlieren ist natürlich eine Option, aber letztendlich auch nicht der einzige Grund. Sport kann auch als Medizin dienen und das gezielter und vorbeugender als jedes Arzneimittel und jede Pille.

Leider sind viel zu viele Menschen nur dann Sportbegeistert, wenn sie zu Hause vor dem Fernseher sitzen und anderen dabei zusehen. Wenngleich dabei vielleicht das Sitzfleisch trainiert wird, so bringt dies ganz andere Probleme mit sich. Was man mit Sport alles auf gesundheitlicher Ebene erreichen kann, sieht wie folgt aus.

Natürlich muss man zwischen den unterschiedlichen Sportarten unterscheiden, aber wenn es um den gesundheitlichen Aspekt geht, dann bietet sich der Bereich des Ausdauersports sehr an. Durch ihn wird vor allem das Herz-Kreislauf System gestärkt. Das Herzvolumen nimmt zu, wodurch der Körper besser mit Blut versorgt wird. In gleicher Weise wird er Stoffwechsel verbessert. Dadurch wird Blutdruckproblemen und Cholesterinerkrankungen vorgebeugt. Durch die intensive Bewegung wird außerdem das Immunsystem gestärkt.

Wer einen Schritt weiter gehen will, der sieht auch, dass das Risiko von Muskel und Knochenerkrankungen gesenkt wird, weil der Körper durch die Bewegung die Muskeln im Körper stärkt. Durch eine bessere Gelenkigkeit durch Bewegung profitiert man aber auch im täglichen Leben. Je älter man wird, desto mehr Probleme entstehen, vor allem mit Gelenken und deren Verkrümmung. Wer Sport betreibt, der sorgt indirekt dafür, dass er im höheren Alter noch gesund leben kann.

Wer sich wenig bewegt, der wird auf Dauer Haltungsschäden, vor allem an der Wirbelsäule erleiden. Durch Bewegung und Sport kann dies reduziert werden.

Sport ist also weit mehr als lediglich Bewegung, Abnehmen oder Konkurrenzkampf außerhalb des normalen Tagesablaufs. Er trägt zur Gesundheit bei, fördert die Reduzierung des Risikos an vielen unterschiedlichen Krankheiten zu erkranken und hemmt die mit dem Alter unweigerlich aufkommenden Problemchen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass gerade Ausdauersportarten besonders gut geeignet sind, um den Krankheiten den Kampf an zu sagen. Wichtig ist jedoch, dass man nicht zu extrem Sport betreibt, denn Verletzungen können schneller passieren, als man das für möglich gehalten hätte und mit der Gesundheit von so manchem Extremsportler ist es auch nicht allzu gut bestellt.

Das Fazit, welches man ziehen kann lautet also: Sport, ja auf jeden Fall, aber nicht ausschließlich. Wenngleich regelmäßiger Sport da natürlich nicht gemeint ist, sondern extremer und professioneller Sport in Bereichen, wo bestimmte Körperbereiche besonders stark belastet werden.

Als Sportler wird man Sportverletzungen nie ganz vermeiden können, weshalb im nächsten und letzten Kapitel das Problem mit eben solchen beschrieben wird, von der Entstehung bis hin zur Behandlung und Prävention.